Donnerstag, 4. April 2013
Internationales Tohuwabohu
Schon wieder habe ich sehr lange gewartet, bis ich einen neuen Blogeintrag schreibe. Aber es ist viel passiert.

Die Kirschblüten kamen und gingen. Es war faszinierend ihnen zuzusehen, jeden Tag sahen sie anders aus. Von anfangs wenigen weißen Blüten zu einer einzigen weißen Blütenwolke, die dann langsam ihre Dichte verlor. Der Boden unter den Bäumen wurde langsam weiß und die Bäume immer grüner. Und auf einen Schlag waren die Blüten weg und die Bäume waren grün. Und ich bin ganz froh, dass es vorbei ist. Keine Menschenmassen mehr, die die Unibusse behindern und umständliche Routen und lange Fahrtdauer verursachen, keine nervige Studentenausweiskontrolle an den Eingangstoren mehr, keine planlosen Touristen die verzweifelt versuchen auf grottenschlechten, dafür aber sauteuren Karten vom Unigelände ihre Position zu ermitteln. Wobei, Touristen gibt es noch immer. Aber sie sind zu spät. Nein, eigentlich stimmt das nicht, die Kirschen waren dieses Jahr zu früh dran. Jetzt geht es aber weiter. Ich kenne eigentlich fast nichts, was hier wächst. Und so werden aus unscheinbaren, vom Wuchs an Apfelbäume erinnernden kahlen Bäumen wunderbare Gewächse: Ich dachte am Anfang, das gar nichts mehr an ihnen sprießen wird. Bis sich allmählich kleine Knospen gebildet haben, aus denen jetzt riesige zarte rosane Blüten hervorquellen. Alles grünt und blüht, die Entengrütze auf den Uniteichen hat sich ihr Revier zurückerobert. Und die Palmen blühen. Davon muss ich eigentlich noch ein Foto machen, weil das ziemlich witzig aussieht.

Für die Natur ist jedoch nicht allzu viel Zeit. Neben der Uni unter der Woche, sind jetzt auch die Wochenenden stressig. Das ist jedoch nicht negativ gemeint. Da wir jetzt wieder am Wohnheim wohnen, lernt man viel leichter Leute aus diversen Ländern kennen. Und aus solchen Begegnungen werden Freundschaften, und die müssen gepflegt werden. Also Essen gehen im 50 Minuten Busfahrt entfernten Fischrestaurant (es war köstlich!), Verabredungen zum Tee trinken, „Mal schnell vorbeischauen“ und dann in Gesprächen die Zeit vergessen. Ich habe wenigstens keine sportlichen Verpflichtungen, im Gegensatz zu Mohamed. Nächtliche Fußballspiele, afrikanische Fußballwettbewerbe etc. Aber es macht das Leben auf alle Fälle spannend und abwechslungsreich.

Das Wohnheim mit den Einzelzimmern.

Unsere neue Wohnung, von der ich immer noch keine Fotos gemacht habe, sieht recht kahl aus, insbesondere im Vergleich mit den Wohnungen anderer Studenten. Aber sie wird auch kahl bleiben, da wir uns dazu entschlossen haben, das Geld in den verbleibenden vier Monaten lieber anderweitig zu nutzen. Also bleibt es kahl, ohne Teppiche, besondere Möbel etc. Aber wir haben uns immerhin ein kleines Tischchen und einen Duschkopf gegönnt. Letzterer war nämlich nicht vorhanden, und das scheint Standard zu sein. Leider tropf dieser, jetzt ist das Bad immer nass. Die alte Wohnung war auf alle Fälle luxuriöser, aber das macht einen gewissen Reiz im Wohnheim aus. An jedem meiner drei bisherigen Wohnorte habe ich jeweils eine Kakerlake gefunden. Ansonsten war es ruhig. Bisher. In unserem Wohnheim gibt es eine Art Zentralbelüftung, die im Winter Wärme spendete. Schon früher hörte ich es dort manchmal kratzen und rumpeln. Anfangs hielt ich es für Reparaturarbeiten, dann für einen Marder, was mir dann aber doch etwas absurd vorkam. Bis wir es dann eines Tages gehört haben, das quietschen und fiepen. Also eher Mäuse. Nicht ideal, aber es könnte schlimmer sein. Und es wurde schlimmer. Neben dieser Zentralbelüftung gibt es im Bad noch eine Lüftung, die nicht funktioniert. Dazu gibt es auch eine leicht beschädigte Klappe im Bad. Und eines Tages habe ich es am Mülleimer im Bad rascheln gehört. Dort duftete eine mittlerweile vergorene, pakistanische Süßigkeit vor sich hin. Also habe ich nachgesehen. Und ich hätte es lieber nicht machen sollen. Es wohnen keine Mäuse bei uns. Aber Ratten. Und sie leben geschützt, warm, trocken, ohne natürliche Feinde und rundumversorgt in der Lüftungsanlage. Folglich sind sie fett und groß. Ich habe hier schon Ratten auf der Straße gesehen, aber die führen ein anderes Leben und sind wahrlich mickrig im Vergleich. Die dicke fette graue Ratte ist also erst mal abgezogen, durch die beschädigte Klappe im Bad zurück ins Lüftungssystem. Dabei hat sie jedoch ihren dicken, langen unbehaarten Schwanz vergessen einzuziehen. Ein Schlag mit dem Schuh gegen die Klappe hat sie vertrieben. Ja, zum Thema Schuh… Sie war so groß wie mein Schuh, und auch gut so dick. Nach kurzem hat es wieder geraschelt, diesmal war es eine schwarze, etwas schlankere Ratte, die sich auch hinter die Klappe verzogen hat. Nach einer kurzen Pause hat sie hervor gelugt, und ihr spitzes Gesicht mit den Kugelaugen fand mich wohl nicht geheuer. Auch sie ist verschwunden. Aber ich weiß, wo sie herkommen, und ich weiß mittlerweile auch, wie sie sich verhalten. Sie folgen nur dem Geruch, unter anderem mögen sie Bananen. Sie gehen nur den Weg vom Loch bis zum Abfalleimer, der wenn möglich nachts nichts Duftendes enthalten sollte. Tagsüber sind sie ruhig. (Nachtrag: Dachte ich zumindest, bis eben. Sie kommen auch tagsüber, und sie stehen auf Blumen. Und ich habe sie mir im Gedächtnis versucht kleiner zu machen, aber es sind wirklich solche Riesen!) In unserem dauernassen Bad, das ich vor dem Schlafen vor der Klappe gründlich putze, kann man ihre Tapser sehen. Sie kommen selten. Und nach einem gehörigen Schrecken am Anfang, habe ich mich schon fast an sie gewohnt. Nur mache ich die Badtür noch besser zu (sofern das eben geht ohne irgendwas zum zu machen). In das Zimmer sind sie noch nie gekommen. Aber zurück zu den schönen Sachen der neuen Wohnung. Die Ruhe genießen wir gerne mal nachmittags oder auch abends bei Tee vor der Tür, unter blühenden Bäumen. Wenn denn mal Ruhe ist. Da geht es ja schon wieder weiter. Hier wohnen viele Afrikaner, und irgendwie feiern die gern. Der Rekord war wohl letztes Wochenende, eine riesen Geburtstagsfeier. Als Vorbereitung wurde schon den ganzen Nachmittag gegrillt, und abends war Musik, Büffet und Unmengen an Menschen haben es genossen. Um vier Uhr morgens habe ich sie dann mal gebeten, etwas leiser zu sein. Immerhin hat es funktioniert. Ansonsten gibt es hier immer was zu feiern: indisches Farbenfest, an dem alle buntbeschmiert herumtollten; thailändisches Wasserfest, an dem sich alle gegenseitig Eimerweise Wasser über den Kopf schütteten. Und so weiter.

Dann hatten wir eine schöne Abwechslung, als Carolas Schwester uns für ein paar Tage aus Changsha besucht hat. Sie macht dort einen Auslandsaufenthalt mit High-School und Gastfamilie, wie ich es damals in Peking gemacht habe. Es war echt mal eine sehr angenehme Abwechslung. Der Platz in der Wohnung war ausreichend, und es hat sich endlich mal bewährt, dass wir die alte Matratze noch im Eck stehen haben. Wir haben ein bisschen Wuhan und die Universität besichtigt und uns ein sehr schönes Wochenende gemacht.
Mit Carolas Schwester am Unigelände.

Die Uni ist ganz gut angelaufen. Mit den wenigen Vorlesungen ist es auf alle Fälle angenehmer, wenn auch die Chinesen alles etwas stressig machen. Ich freue mich schon auf die kontrolliert durchgeplanten Vorlesungen und Semesterabläufe in Deutschland. Ohne plötzliche benotete Hausaufgaben (ich dachte nicht, dass ich nochmal Eigenwerte und Dichtefunktionen bestimmen muss) oder Professoren, die erst nach einem Referat sagen, was sie eigentlich haben wollen. Aber ich werde es noch ein Semester mitmachen.

Heute ist Feiertag. Ich hab mich sehr darauf gefreut. Es ist Totenfest, immer am 4. April. Das liegt wohl an der fast gleichlautenden Bedeutung von vier und Tod. Ich habe mich auf einen ruhigen Tag gefreut, sicher vor der Vorlesung am Donnerstag, die jene mit den urplötzlichen Hausaufgaben ist. Ein Feiertag, ach, wenn er doch so wäre wie in Deutschland. Wo man Ärger bekommt, weil man Rasen mäht, und das zu laut ist. Aber ich bin in China, in Wuhan, in einem Ausländerwohnheim. Und der Vorabend des freien Tages fällt auf einen Mittwoch. Und das ist sowieso schon der zweitschlimmste Tag der Woche, was das Feiern anbelangt. So wurde es mal wieder recht heftig. Gegen zwei in etwa habe ich geschlafen, und als ich morgens wach wurde, dachte ich, ich spinne. Die Afrikaner haben durchgemacht. Inklusive Musik, auf voller Lautstärke. Vor dem Mittagessen hat Mohamed sie dann mal gebeten endlich leise zu sein. Ich hoffe sie schlafen jetzt alle, und lassen mir wenigstens einen ruhigen Nachmittag.

So, und jetzt mach ich mir ‘nen Tee, genieße das warme Wetter (bewölkt, aber 24°C), bevor morgen der Regen alles wieder etwas abkühlt.



Sonntag, 17. März 2013
Frühling
Es ist ganz offensichtlich Frühling geworden. Momentan ist es zwar relativ kühl, es regnet seit Tagen bei etwa 12°. Aber vor Kurzem gab es einen abrupten Sommereinbruch, und es waren traumhafte Tage voller Sonnenschein. Und bei 29° im Schatten lässt es sich durchaus aushalten. Diese Temperaturschwankungen spiegeln sich in der Kleidung der Chinesen wieder. Man sieht Frauen in Wintermantel mit Pelzstiefeln gleich neben Frauen in kurzen Hosen in Ballerinas. Während mancher Chinese mit Mütze und Handschuhen unterwegs ist, trägt der nächste nur ein T-Shirt.

Vor allem aber die Natur erwacht zu grünem Leben. Begonnen haben die Forsythien, dicht gefolgt von den kräftig rosanen Pflaumenblüten, danach kamen die Magnolien. Und jetzt ist die Zeit der Kirschblüte.

Kirschblüten

Die Universität von Wuhan ist für ihre Kirschblüte berühmt, angeblich stammen die Bäume direkt aus Japan. Anfangs war es nur ein schöner Anblick, eine Straße ist komplett von Kirschbäumen gesäumt und im Laufe des Tages konnte man direkt beim Erblühen zusehen. Danach kamen langsam die Touristen, und die Leute, die das Geld der Touristen wollen. Zuckerwatte, Seifenblasen, Porträtmaler, Plastikblumenkränze, Souvenirs, …

Ich mit Verkäuferinnen von Plastikblütenkränzen.

Danach kam die Polizei, um den Verkehr zu regeln. Und zuletzt kamen die Eintrittspreise. An allen Toren der Universität sind Kontrollen. Wer keinen Studentenausweis oder ähnliches vorzeigen kann, muss für 20 Yuan ein Ticket für den Campus löhnen. Es kann schön sein, aber auch manchmal etwas nervig. Die Unibusse kommen manchmal kaum durch die Menschenmassen. Nadine war von dem ganzen völlig unberührt, ihre Eltern haben einen Obsthof. Ich persönlich finde das ganze recht hübsch anzusehen, aber die Chinesen machen etwas zu viel Spektakel darum.

Chinesische Freundschaften zu schließen ist etwas schwer, da die Interessen in meinem Studiengang hauptsächlich lernen und lernen sind. Bachelorstudenten haben etwas mehr Zeit, und zufällige Bekanntschaften bringen mehr Freude. Nachdem ich meine eine chinesische Freundin in der Mensa kennen gelernt habe, sind Mohamed und ich nach dem Abendessen einem Pärchen in die Hände gelaufen, mit dem wir uns gut verstehen. Die Chinesin studiert an einer anderen Universität, der South-Central University for Nationalities. Sie ist die erste Chinesin, die einer richtigen Minderheit angehört, also keine Han oder Hui oder Mandschurin (insgesamt gibt es über 50 chinesische Volksgruppen). Sie ist eine Salar aus Qinghai. Wir haben sie an ihrer Universität besucht, die traumhaft am Nanhu, dem Südsee gelegen ist.

Die Uni ist relativ anstrengend, obwohl ich nur drei Fächer habe. Zuerst muss ich auch noch meine Betreuerin überzeugen, dass es drei und nicht vier sind. Geophysikalische Geodäsie, mit enormem Arbeitsaufwand und seltsamen plattentektonischen Aufteilungen, Satellitengeodäsie mit Schwerpunkt auf Phasensprüngen und Mehrdeutigkeiten (ich werde allmählichen unsicher, was die richtigen deutschen Fachbegriffe sind), sowie ein mathematisches Fach, Ausgleichungsrechnung bei kinematischen Messungen und Kalmanfilter. Alles sehr interessant aber es schlaucht ganzschön. Ich hoffe, dieses Semester wird dennoch angenehmer als das letzte.



Dienstag, 12. März 2013
Ferienüberblick
Die Zeit verfliegt. Ich hab ja schon ewig nicht mehr geschrieben. Aber es war auch eine Menge los, darum versuche ich jetzt mal, das Wichtigste zusammen zu fassen.

Kurz vor dem Neujahrsfest hat es nochmal kräftig geschneit, es lag sogar noch mehr Schnee als im Dezember. Ich habe zum ersten Mal in Wuhan Leute Schnee schaufeln gesehen. Dazu war es ziemlich kalt. Die Wäsche am Balkon ist mir zwar schon ein paar Mal angefroren, aber diesmal war sie richtig durchgefroren. Ich konnte Handtücher und Pullover als Platten in die Luft halten. Danach wurde das Wetter schnell wieder besser. Einen freien Tag nutzten Mohamed und ich, um nach Hanyang zu fahren, dem dritten Stadtteil von Wuhan, in dem ich davor noch nicht war. Wir haben dafür die Fähre über den Jangzi benutzt, und sind etwas am parkähnlichen Ufer entlang spaziert.

Dann kam das chinesische Frühlingsfest. Dafür gab es mehrere Anzeichen. Am auffallendsten war, dass sich Wuhan zusehends geleert hat. Fast alle kleineren Läden haben geschlossen, danach auch die Restaurants. Straßenstände haben sich in Luft aufgelöst. Straßen, die normalerweise Staugeplagt waren, waren leer, kein Auto zu sehen. Das Ganze brachte für uns einige Nachteile, da wir ja ohne eigene Küche auf Essen von draußen angewiesen sind. Die Krönung des Ganzen war dann der Silvesterabend. Während alle Chinesen sich zu Festgelagen versammelten, haben wir uns mit Fertigsuppen begnügt.

In Deutschland ist das Feuerwerk zum Jahreswechsel ungefähr von 23 Uhr bis 2 Uhr, würde ich jetzt mal grob schätzen. In Wuhan war die Hauptzeit von 17 Uhr bis 3 Uhr, die Nebenzeit zog sich über drei Wochen. In der Hauptzeit konnte man sich kaum unterhalten. Es wurde geböllert und geschossen, was das Zeug hält, ununterbrochen und überall. Das ist im 20. Stockwerk ganz schön bedrohlich, da die Feuerwerkskörper auf Augenhöhe explodieren. Während der Nebenzeit begann es meist morgens gegen 6, dass geböllert wurde, über den Tag verteilt immer wieder. Ähnlich wie zur deutschen Hauptzeit. Neben schönem Feuerwerk ist es aber auch eine ganz schöne Lärm- und vor allem Geruchsbelästigung.

Am nächsten Tag, als vorm McDonalds Löwentänze aufgeführt wurden und meterlange Böllerketten ausgelegt wurden, machten Mohamed und ich uns auf den Weg zum Flughafen. Meine Eltern und meine Schwester haben uns besucht.

Es war eine sehr anstrengende und vielfältige Zeit, bei der so ziemlich alles in Wuhan angesehen wurde, was es für Touristen gibt.
An dieser Stelle möchte ich nur kurz aufzählen, was das u.a. war:
Das parkähnliche Gelände der Wuhan University.
Die gelbe Kranichpagode.

Gelbe Kranichpagode

Die Fressmeile Hubuxiang.
Der Schildkrötenberg mit seiner Seilbahn über den kleinen Fluss Hanshui.
Das Provinzmuseum.
Der buddhistische Tongbao Tempel.
Der Ostsee.
Das Stein- und Bonsaimuseum.
Der daoistische Changchun Tempel.

Eigentlich wollten wir noch einiges mehr sehen, auch außerhalb von Wuhan, doch es gab eine Schwierigkeit: Das Frühlingsfest. Da wird nämlich nicht nur geböllert und geschlemmt, sondern vor allem die Familie besucht. Somit war der Kauf von Zugtickets fast unmöglich, alles ausgebucht außer die Stehplätze in den langsamen Zügen. Oder der Zug nach Yichang. Also sind wir nach Yichang gefahren. Nach einem gemütlichen Nachmittag, ging es am zweiten Tag auf Flusskreuzfahrt, durch eine der Drei Schluchten. Es war imposant, das Schiff luxuriös und die Sicht gut. In der Nach hatte es auf den Bergen geschneit. Einen halben Tag waren wir unterwegs, um dann zum Staudamm zu kommen, den wir also zum zweiten Mal besichtigen konnten.

Blick auf die fünfstufige Schleusenanlage des Dreischluchtenstaudamms.

Meine negative Aussage über den Dreischluchtenstaudamm muss ich an dieser Stelle etwas revidieren. Bei guter Sicht und tollem Wetter ist er imposant und liegt in einer tollen Landschaft.

Viel zu schnell ging die Zeit vorbei, und meine Eltern und meine Schwester mussten abreisen. Für mich begann wieder Alltag, nämlich das Sommersemester. Bisher ist das Ganze noch am Anlaufen, aber dann suche ich mir eben selbst was zu tun – und ziehe mal wieder um. Eine Nachfrage bei der Uni hat ergeben, dass ein Einzelzimmer in den Ausländerwohnheimen frei geworden ist, das wir beziehen können. Das haben wir dann auch gemacht. Gefängnisartig gehen die „Zellen“ vom Gang weg, im Erdgeschoss, wo wir wohnen, sind die Fenster vergittert. Als Schutz vor Einbrüchen. Das Zimmer selbst ist aber gut, größer als die Wohnung in der Stadt, aber leider ohne Balkon. So langsam leben wir uns ein, richten das Zimmer etwas her und schließen neue Bekanntschaften.

So, das war der kurze Abriss der Geschehnisse. Ich hoffe, bald wieder regelmäßiger schreiben zu können.
Dieser Artikel ist viel zu kurz, mit viel zu wenig Details und Fotos, aber die Zeit läuft davon und die Uni ruft… Noch dazu streikt meist das Internet beim Foto hochladen, also muss der Artikel in diesem Umfang bleiben.